Populärer Musiker aus Namibia begeistert

Partnerschaftsvertreter beim Länderseminar in Wuppertal:

„Mich hat beeindruckt, wie Ees verschiedene Stile ganz selbstverständlich in seine Musik aufnimmt, dies ganz normal findet und damit unterschiedliche Menschen begeistert und verbindet“, erzählt Altsuperintendentin des Kirchenkreises Wetzlar, Ute Kannemann (Gießen) vom „Länderseminar Namibia & Botswana“ der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM). Dabei ging es um die Jugendkultur im südlichen Afrika. Den international bekannten namibischen Musiker Ees mit deutscher Abstammung hatten auch Thomas Fricke und Miriam Krentscher (beide aus Katzenfurt) in Wuppertal erlebt – mit einem Unplugged Konzert und einer Diskussionsrunde. Der Künstler, der eigentlich Eric Sell heißt, hatte ausführlich über seine Kindheit und Jugend in Namibia berichtet.

Im Hintergrund stand die Erfahrung von Ees, dass bei seiner Einschulung erstmals Kinder unterschiedlicher Volksgruppen und Herkunft in einer Klasse gemeinsam unterrichtet werden konnten – so auch die aus dem Exil in der DDR zurückgekehrten schwarzen Kinder. “Über Musik lässt sich eine neue Identität Namibias vermitteln”, so seine Überzeugung. Spannend war für Thomas Fricke (synodale Partnerschaft mit Botswana) auch, über die Arbeit von Ees in den sozialen Netzwerken zu erfahren, so beispielsweise über seine Videobotschaft unter dem Motto #itsup2us, mit der dieser vor allem junge Namibier motivieren konnte, sich für eine saubere Umwelt einzusetzen. „Außerdem fand ich den Austausch mit den Menschen aus den Partnerschaftsarbeit anderer Kirchenkreise und unterschiedlicher Landeskirchen sehr interessant“, betonte Fricke. „Ees ist sehr offen, auch mit kirchlichen Gruppen und Partnerschaften zusammenzuarbeiten“, freute sich Ute Kannemann, die für die kreiskirchliche Partnerschaftsarbeit mit Namibia gekommen war.

Mitorganisiert hatte das Seminar Pfarrer Joachim Dührkoop vom Gemeindedienst für Mission und Ökumene (Wied), der auch die Partnerschaftsarbeit der Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar in Afrika und Indonesien mitbetreut. Ein Wiedersehen gab es zudem mit dem Kongolesen Michel Mutambala, der schon oft im Rahmen der kreiskirchlichen Partnerschaften als Musiker in der heimischen Region auftrat und mit Dührkoops namibischer Frau Hitjivirue Nunuhe.

bkl / Fotos: Ramona Hedtmann, VEM

Bild 1: Trafen beim Länderseminar Namibia & Botswana zur Jugendkultur im südlichen Afrika in Wuppertal den namibischen Musiker Ees (2.v.l.) (v.l.): Hitjivirue Nunuhe, Miriam Krentscher, Ute Kannemann, Thomas Fricke, Joachim Dührkoop und Michel Mutambala.

Bild 2: Der international bekannte Musiker Ees begeisterte mit einem Unplugged Konzert und einem Vortrag über seine Kindheit und Jugend in Namibia.