Königsberger Diakonie verabschiedet ihren langjährigen Vorstand

Jörn Contag übergibt Leitung an Eva Steinmetz:

Die Königsberger Diakonie hat im Rahmen ihres 168. Jahresfestes den langjährigen Vorstand Pfarrer Jörn Contag verabschiedet. Der Vorsitzende des Verwaltungsrates Jörg Ludwig dankte dem scheidenden Theologen und Geschäftsführer für neuneinhalb Jahre Dienst für die Diakonie in Wetzlar und Umgebung. Contag sei 2009 im richtigen Moment gekommen, um das Unternehmen in schwierigen Zeiten zu führen. Mit ihm habe die Königsberger Diakonie letztlich einen guten Weg genommen. Vieles sei in diesem Jahrzehnt geschehen. Als leuchtendes Beispiel nannte Ludwig den Neubau des Pflegeheimes Haus Königsberg an der Lahn. Der Verwaltungsrat habe nichts unversucht gelassen, um Pfarrer Contag zu halten. Der 52-jährige Theologe hat Anfang Mai die Aufgabe des Theologischen Geschäftsführers bei der Diakonie in Südwestfalen gGmbH in Siegen übernommen. Zu seinem Abschied waren rund 150 Besucher gekommen. Unter ihnen waren auch der CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths und die Wetzlarer Stadträte Sigrid Kornmann und Jörg Kratkey sowie der Presbyteriumsvorsitzende der Evangelischen Kirchengemeinde Wetzlar Jens-Michael Wolf, der seinen Dank auch im Namen der katholischen Pfarrgemeinde sowie der Flüchtlingshilfe aussprach. Die langjährige Oberin Hannelore Skorzinski und der Vorsitzende der Diakonischen Schwestern- und Bruderschaft Altenberg überbrachten ebenso ihren Dank.

Mit Eva Steinmetz habe die Königsberger Diakonie eine profilierte Leiterin, die die Einrichtung in die Zukunft führen könne, so Contag. Mit einem Festgottesdienst erinnerte die Königsberger Diakonie an ihre Gründung im Jahr 1850 in Ostpreußen. Seit 1952 hat das Werk eine neue Bleibe in Wetzlar und auf dem Altenberg gefunden. Heime gibt es auch in Braunfels und Hüttenberg. Insgesamt betreut sie rund 400 Menschen, davon etwa 300 Pflegebedürftige. Über 300 Mitarbeiter sind in den diakonischen Einrichtungen beschäftigt. Traditionell werden beim Jahresfest die Mitarbeiterjubiläen gefeiert. Contag und Steinmetz konnten Roswitha Eisthen für 45-jährige Mitarbeit ehren. 40 Jahre ist Ursula Maskus in der Diakonie tätig. 25 Jahre sind Helene Urban, Sonja Lang, Thea Hofmann und Lieselotte Diehl dabei. Für 20 Jahre wurden Natalia Hanemann, Ingrid Schnitzler, Barbara Grunewald, Rosa Wanke, Ewa Krasowka und Tabea Martin geehrt. Seit 15 Jahren gehörten Eva Steinmetz, Sabine Karrach, Maria Schmidt und Andrea Ackermann dem Werk an. Zehn Jahre dabei sind Simone Landes, Julia Ochs und Elena Izbitsky.
Zudem feierten Schwester Irene Zink ihre 45-jährige Mitgliedschaft in der Diakonischen Schwestern- und Bruderschaft Altenberg und Schwester Elke Häuser ihre 20-jährige Mitgliedschaft.
Die Mitarbeiter würden an der Vision des himmlischen Jerusalems mitarbeiten, so Contag. Dabei nahm er auf ein großes Bild Bezug, das in der Klosterkirche an die Wand gemalt ist. Die Prämonstratenserinnen hätten nicht den Himmel auf Erden erreichen können, aber ein Hospital am Fuß des Berges gebaut, um Leid, Schmerz und Geschrei zu ertragen und zu lindern. Das Leitbild des Christen sei aber ein Ort, an dem es keinen Schmerz, kein Leid und kein Geschrei gibt. Deshalb fänden sich die Mitarbeiter der Königsberger Diakonie nicht mit der Wirklichkeit ab, sondern wollten diesem Ziel näher kommen, in dem sie Tränen trocknen, Medikamente und Essen verteilen. Damit realisierten sie einen Traum Gottes von dieser Welt.
Den Festgottesdienst gestalteten Carola Friedmann (Orgel) und der Singkreis des Mutterhauses unter der Leitung von Volker Heun musikalisch.

lr

Bild 1: Eva Steinmetz und Pfarrer Jörn Contag.

Bild 2: Der Singkreis des Mutterhauses unter der Leitung von Volker Heun.

Bild 3: Jörg Ludwig, Vorsitzender des Verwaltungsrates, dankt Pfarrer Jörn Contag.