Hilfe für die Seele

Insgesamt sechs neue Seelsorger sind bei der Notfallseelsorge Lahn-Dill in den Dienst eingeführt worden:

Im Jahres-Gottesdienst der Notfallseelsorge Lahn-Dill, der in diesem Jahr in der Katholischen Kirche Herz-Jesu in Dillenburg mit Vertretern aus dem Rettungswesen im Lahn-Dill-Kreis und der Polizei gefeiert wurde, konnten Diakon Jürgen Ambrosius (links) und der Koordinator Pfarrer Eberhard Hoppe (2.v.r.) sechs neue Notfall-Seelsorger im Seelsorge-Team willkommen heißen: Heike Grüner (Wetzlar-Garbenheim) und Katja Köpper (Herborn), Frank Heimann (Dillenburg-Manderbach), Horst Heinzel (Eschenburg-Eibelshausen), Klaus Zörb (Hüttenberg-Weidenhausen) und Reinhart Henseling (Dillenburg) wurden in den Dienst als Notfallseelsorger eingeführt. Sie haben erfolgreich den „Grundkurs Notfallseelsorge“ mit insgesamt elf Abendterminen und zwei ganzen Wochenenden absolviert und werden nun das Team verstärken. Pfarrer Simon Schade (hinten Mitte) von der katholischen Kirchengemeinde sagte in seiner Predigt, auch Helfer benötigten Zeiten der Ruhe, in denen sie Kraft und Gottvertrauen sammeln könnten, um gestärkt im Notfall richtig zu reagieren. Nach Einsätzen müsste die Seele Zeit haben, das Erlebte zu verarbeiten, sagte Simon Schade. Im zurückliegenden Jahr hatte das Team der ökumenischen Notfallseelsorge Lahn-Dill 90 Einsätze.

Die „Notfallseelsorge Lahn-Dill“ als Rufbereitschaftssystem gibt es seit 1999. Die Notfallseelsorger arbeiten eng mit den Einsatzkräften aus Polizei und Rettungsdiensten zusammen. Träger sind die Evangelischen Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, das Evangelische Dekanat an der Dill sowie der katholische Pastorale Raum Wetzlar und Lahn-Dill-Eder (Bistum Limburg).

Seit 1999 feiern die Helfer ihren Jahresgottesdienst an wechselnden Orten im Lahn-Dill-Kreis. Pfarrer Eberhard Hoppe ist hauptamtlich seit 2010 mit einer halben Stelle als Koordinator für die Notfallseelsorge tätig. Er koordiniert den Einsatzplan für die Bereiche Nord und Süd im Lahn-Dill-Kreis. Auch die Leitung der Grundkurse, in denen es um Themen wie Trauerformen, Schockreaktionen, Schweigepflicht, Gesprächsführung in Krisen oder das Überbringen einer Todesnachricht geht, fallen in Hoppes Aufgabenbereich.

Mitmachen bei der Notfallseelsorge können nicht nur interessierte Pfarrer. „Auch Diakone, Pastoral- und Gemeindereferenten, Prädikanten und Ehrenamtliche, die geeignet sind, um den Einsatz für „Erste Hilfe für die Seele“ in unserer Region sicher zu stellen, sind herzlich willkommen“, wirbt Pfarrer Hoppe für neue Interessierte. „Tritt der Notfall ein und kommt der Anruf von der Einsatzleitung, kontaktieren wir als Notfallseelsorger zuerst die zuständige Pfarrperson“, erklärt Jürgen Ambrosius (Biskirchen), Synodalbeauftragter der Evangelischen Kirchenkreise Braunfels und Wetzlar, die korrekte Vorgehensweise. „Hat sich der Notfall außerhalb des häuslichen Bereiches ereignet, wie beispielsweise auf der Autobahn, oder ist spontan keiner erreichbar, machen wir uns unverzüglich auf den Weg.“ Denn in der akuten Situation ist es wichtig, so schnell wie möglich für die Betroffenen da sein zu können.

Wer Interesse hat und sich beteiligen möchte: Im neuen „Grundkurs Notfallseelsorge“, der am Mittwoch, 7. März, beginnt und am Donnerstag, 26. April endet (Abend- und Wochenendtermine), sind noch Plätze frei.

Informationen gibt es bei Pfarrer Eberhard Hoppe, Telefon 02774 / 91033 oder per E-Mail eb.hoppe@t-online.de.

hjb/bkl

Erkennbar an den gelben Jacken mit entsprechender Aufschrift: Das ökumenische Team der Notfallseelsorge Lahn-Dill hat Verstärkung erhalten: Diakon Jürgen Ambrosius (links) und der Koordinator Pfarrer Eberhard Hoppe (2.v.r.) konnten Heike Grüner (Wetzlar-Garbenheim) und Katja Köpper (Herborn), Frank Heimann (Dillenburg-Manderbach), Horst Heinzel (Eschenburg-Eibelshausen), Klaus Zörb (Hüttenberg-Weidenhausen) und Reinhart Henseling (Dillenburg) in den Dienst als Notfallseelsorger einführen. Der Jahresgottesdienst 2018 hat in der Katholischen Kirche Herz Jesu in Dillenburg stattgefunden.