Tamar muss nicht länger schweigen

Kreiskirchlicher Mirjam-Gottesdienst in Werdorf:

Seit 1998 wird in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) in jedem Jahr im Herbst der Mirjam-Sonntag gefeiert. Die kirchliche Solidarität mit den Frauen steht dabei im Mittelpunkt. „Tamar muss nicht länger schweigen“ lautet in diesem Jahr das Thema.

Das Vorbereitungsteam aus dem Kirchenkreis Wuppertal will sexuelle Gewalt zur Sprache bringen und bezieht sich dabei auch auf die aktuelle metoo-Debatte. Grundlage für den Gottesdienst ist dabei die biblische Geschichte von der Gewalttat an Tamar aus dem 2. Buch Samuel, Kapitel 13.

„Wie können wir in Gemeinden eine Kultur der Aufmerksamkeit schaffen, sodass sie Heimat für Menschen bietet, die verletzt wurden, denen nicht geglaubt wurde, die zum Schweigen gebracht worden sind indem ihnen die Schuld gegeben wurde?“ heißt es im Arbeitsheft zur Vorbereitung des Mirjam-Sonntages (aufrufbar unter www.ekir.de/gender/Downloads/Mirjamheft-2018.pdf).

Der zentrale Gottesdienst findet am Vorabend des Mirjam-Sonntages (14. Sonntag nach Trinitatis) am Samstag, 1. September, um 17 Uhr in der Evangelischen Kirche Werdorf (Bachstraße 42) statt. Dazu laden die Evangelischen Frauen in den Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar ein.

Im Anschluss wird in der Kirche eine Ausstellung zu Frauengestalten der Reformation eröffnet. Diese ist auch am Sonntag, 9. September, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr und nach Absprache zu sehen.

Mirjam-Gottesdienste in den Gemeinden werden zu folgenden Zeiten gefeiert: am Sonntag, 2. September, um 10 Uhr in der Evangelischen Kirche Oberbiel (Kirchstr. 19) und in der Friedenskirche Braunfels (Gartenstr. 25), um 11 Uhr in der Evangelischen Kirche Steindorf (Kirchplatz 4) sowie am Sonntag, 28. Oktober, um 9.30 Uhr in der Evangelischen Kirche Oberkleen (Hauptstr. 41).

Rückfragen beantwortet Referentin für Frauenarbeit Simone Pfitzner, unter Tel.Nr. 06441/67109-12 oder per E-Mail unter info@ev-frauen.de.