Erste Schritte zur Gestaltung einer Ikone

Workshop am letzten Tag der Ikonenausstellung in der Unteren Stadtkirche:

Vor den Toren der Unteren Stadtkirche wurden geschäftig alle Vorkehrungen für den bevorstehenden Weihnachtsmarkt getroffen. Ganz anders im Kreuzgang des ehemaligen Franziskaner Klosters: Professor Michail Nikolskij und seine Frau Tatjana Nikolskaja führten am letzten Tag der Ikonenausstellung zehn Interessierte in die Kunst des Ikonenmalens ein. Mit Bleistift, Pinsel und Gouache (wasserlösliches Farbmittel) versuchten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus evangelischen und katholischen Kirchengemeinden das Gewand eines Engels nach den Vorgaben des Meisters zu zeichnen. Die Ikone „Christus das gütige Schweigen“ galt es immer wieder genau zu betrachten: Faltenwurf, Gürtel, Schnallen, Schmucksteine – selbst das kleinste Element wollte auf den eigenen Malkarton übertragen werden. Das sah auf den ersten Blick einfach aus – die Umsetzung gelang unterschiedlich gut. Als bekannte Dozenten an der Dershawin Universität und der Polenow-Malschule Tambow griffen beide Pädagogen immer wieder korrigierend und ermutigend zu Stift und Pinsel. Um eine Wiederholung und Fortführung im nächsten Jahr baten die Kursteilnehmer, und der Ikonenmaler lud in seine Tambower Werkstatt ein.

Ursula Küppers

Bild 1: Am Ikonenworkshop mit dem Künstler Michail Nikolskij (hintere Reihe, 2.v.r.) und seiner Frau Tatjana Nikolskaja (vordere Reihe, 3.v.r.) nahmen viele Interessierte teil.

Bild 2: Das Gewand eines Engels entstand unter Anleitung des Ikonenmalers Michail Nikolskij.