“trust und try“ in Wittenberg

Neun evangelische Kirchengemeinden fahren zum KonfiCamp

Das wird eine große Sache: 1.500 Jugendliche werden jeweils bei den elf KonfiCamps anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums in der Zeit von Juni bis September nahe von Wittenberg erwartet. 71 Konfirmandinnen und Konfirmanden und 17 Teamerinnen und Teamer aus den Evangelischen Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar sind in der Zeit vom 28. Juni bis zum 2. Juli mit bei der EKD-weiten Veranstaltung. Nach Wittenberg fahren „Konfis“ aus den Evangelischen Kirchengemeinden Aßlar, Biskirchen, Garbenheim und Niedergirmes, Laufdorf und Nauborn, Odenhausen/Salzböden und Rechtenbach. Auch der Braunfelser Superintendent Roland Rust ist mit von der Partie. „Ich halte es für eine einzigartige Gelegenheit, mit den Jugendlichen am historischen Ort zu erleben, dass wir bei Gott unbedingt geborgen sind und wir deshalb das Leben auf unserem Planeten gegen alle Widerstände guten Mutes gestalten können“, macht Rust den Grund seiner Mitarbeit deutlich.

Weitere 16 Konfis aus der Kirchengemeinde Erda/Großaltenstädten fahren vom 12. bis 16. Juli mit Jugendmitarbeiterin Pippa Brück, Pfarrer Andreas Hagel und weiteren Mitarbeitern in die Reformations-Stadt. Das Camp ist eine große Zeltstadt mit mehreren „Dörfern“ für je etwa 100 Konfirmandinnen und Konfirmanden. So werden die jungen Menschen aus den Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar gemeinsam in einem Dorf untergebracht sein. Bis zu 14 Jugendliche schlafen in einem Zelt.
Unter dem Motto „trust and try“ (Vertrauen und Mut) geht es inhaltlich um theologische Zentralbegriffe der Reformation. Entfaltet werden sie in den einzelnen Themenbereichen Identität, Vertrauen und Handeln. Jeweils wird ein Bibeltext dabei eine wichtige Rolle spielen. Die Jugendlichen stellen sich der Frage, wie es möglich ist, in einer Welt zu leben, in der Menschen einander und Gott vertrauen. Dabei haben die Konfis Zeit und Raum, dies mit Engagement und viel Spaß praktisch auszuprobieren. Deutlich werden soll ihnen im Sinn der reformatorischen Rechtfertigungslehre, dass der Mensch mehr ist als das, was er leisten kann.

Die Vorbereitungen zum KonfiCamp sind in vollem Gange und werden von Martin Reibis, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Aßlar, koordiniert. Bereits im August vergangenen Jahres hat Reibis am TeamerCamp in Wittenberg teilgenommen um sich ein Bild von den Gegebenheiten vor Ort zu machen. Zudem haben einige der Haupt-Teamer im vergangenen Herbst eine Schulung besucht, um die Tage in Wittenberg inhaltlich und organisatorisch vorzubereiten. Denn da ist einiges zu klären: Um was geht es inhaltlich? Welche Regeln gibt es im Camp? Wie sieht ein Krisenmanagement aus? Was gibt es neben den Arbeitseinheiten für die Konfis noch zu erleben? Da stehen beispielsweise Workshops mit viel Spiel und Spaß auf dem Programm. Aber auch das Geistliche soll nicht zu kurz kommen. Und ein Ausflug in die Stadt Wittenberg, in der derzeit die Weltausstellung zum Reformationsjubiläum aufgebaut ist, gehört natürlich auch dazu.

In Einzelgruppen haben sich die Mitarbeitenden aus den jeweiligen Kirchengemeinden zur gezielten Vorbereitung für die Arbeit mit „ihren“ Konfis getroffen. In der Gesamtgruppe unter Anleitung von Martin Reibis, der auch Synodalbeauftragter für die Konfirmandenarbeit ist, wurden die allgemeinen Fragen besprochen. „Mir liegt daran, den Jugendlichen im 500. Jahr des Jubiläums in Wittenberg zentrale Themen der Reformation nahe zu bringen“, sagt Reibis. „Wichtig ist mir auch, für die Arbeit mit den Konfirmandinnen und Konfirmanden in meiner Gemeinde neue Impulse für die nächsten Jahre zu bekommen.“
bkl

  • Bild 1: Das sind  „Teamer“ aus acht evangelischen Kirchengemeinden (v.l.): Jonathan Egger, Dirk Thomas, Roland Rust, Siglinde Gallus, Robin Neul, Martin Reibis, Cornelia Heynen-Rust, Barbara Reibis, Astrid Eichhorn, Thorsten Schäfer, Uta Barnikol-Lübeck, Claudia Schönherr und Johanna Schulz.