Autorenlesung „Burkina Faso–das Land der Aufrechten…“

TIKATO lädt ein:

Eingeladen zu einem Buch der besonderen Art sind Interessierte zur Autorenlesung von Günther Lanier aus Ouagadougou/Burkina Faso. TIKATO lädt ein: Autorenlesung „Burkina Faso – das Land der Integren“ in der Hospitalkirche am 24. April um 19 Uhr.

Es  beschreibt das Leben der Menschen durch die bis heute bewegte Zeit seit der französischen Kolonialzeit bis zur heutigen erstmals demokratisch gewählten Regierung. Was hat das mit den Menschen gemacht?

In seiner ersten Hälfte begleitet das Buch den Sahelstaat Burkina Faso durch seine Geschichte, von der Zeit “vor der Schrift“ bis heute: Eroberung durch Frankreich und Widerstand gegen die Kolonialherren, eine sehr relative Unabhängigkeit 1960, die Revolution unter Thomas Sankara 1983, die bleiernen 27 Jahre seines neoliberalen Nachfolgers bis zum Volksaufstand 2014. Können und wollen die nunmehrigen Machthaber Wandel und grundsätzliche Besserung bewerkstelligen und so die angestauten Erwartungen und Hoffnungen erfüllen?

Die zweite Hälfte des Buches fokussiert Frauen, meist unsichtbare Statistinnen im burkinischen Patriarchat. Wenn das sehr peripher ins Weltsystem integrierte Land bis heute überlebt hat, dann kraft seiner Frauen, die mehr als 70 Prozent zur Volkswirtschaft beitragen. Statt Dank ernten Frauen und Mädchen oft Gewalt und so geht es im Buch auch um Polygynie (“Vielweiberei“), Kinderhochzeit, zu frühe Schwangerschaften, Hexereivorwürfe und Hexenvertreibungen und um Exzision.

Günther Lanier, 1958 in Wien geboren, hat Ökonomie und Ethnologie studiert. Nach sieben Banker-Jahren Anstellungen, Publikationen und Unterrichtstätigkeiten (v.a. an Unis) in Österreich (bis 1999), Indien (1999-2002), Burkina Faso. Seit 2002 Lebensmittelpunkt in Ouagadougou und Engagement in multilateralem (Unicef), bilateralem (deutsche und österreichische Kooperation) und vor allem zivilgesellschaftlichem Kontext gegen Gewalt an Frauen.