Alice Kahn und Christine Schönheim übernehmen Verantwortung

Mitglieder des Kreissynodalvorstandes in Leun eingeführt:

Zwei Mitglieder des Kreissynodalvorstandes (KSV) Braunfels haben die Delegierten auf der Synode im November vergangenen Jahres neu gewählt. Dies geschah in der noch laufenden Wahlperiode, da der Synodalälteste Bernd Sermond (Aßlar) im Oktober verstorben war. Jetzt hat Superintendent Roland Rust Alice Kahn aus Daubhausen und Christine Schönheim aus Leun mit Gebet und Segen in ihre Ämter eingeführt. Alice Kahn, seit einem Jahr stellvertretende Synodalälteste, ist jetzt Synodalälteste, während Christine Schönheim in dem kreiskirchlichen Gremium als stellvertretende Synodalälteste neu Verantwortung übernimmt. Beide Frauen haben bereits mehrjährige Leitungserfahrung durch ihre Mitgliedschaft im Presbyterium ihrer Kirchengemeinden: Christine Schönheim seit 2012, Alice Kahn seit mittlerweile 25 Jahren.

Im Gottesdienst in der Evangelischen Kirche Leun assistierten Superintendent Rust bei der Einführung Vanessa Staaden und Susann Schweitzer, beide aus Leun, sowie KSV-Mitglied Reiner Förster aus Aßlar.

In den Mittelpunkt seiner Predigt hatte Roland Rust die Verse 9 bis 18 aus Kapitel 1 der Johannesoffenbarung gestellt. In dem biblischen Textabschnitt geht es um die Vision des Johannes auf der Insel Patmos und den Auftrag, sieben kleinasiatischen Gemeinden in ihrer Verfolgungssituation im damaligen römischen Reich mit einer ermutigenden Botschaft innerlich aufzurichten. Der Kaiser habe sich als Weltherrscher gesehen und göttliche Anbetung gefordert, erklärte der Theologe. Doch die Gestalt, der Johannes begegnet sei, biete eine Alternative: „Christus, der Mensch gewordene Gott, der Gekreuzigte und Auferstandene, ist der Herr, nicht der Kaiser oder die, die meinen, ihn imitieren zu müssen.“ Christus schenke Widerstandskraft und Durchhaltevermögen, befreie vom Duckmäusertum und bestärke zum aufrechten Gang. Diese Nachricht müsse als Ermutigung für die Gemeinden in die ganze Kirche getragen werden. „Ich ziehe den Hut vor jedem, der bereit ist, Zeit und Kraft auch auf kreiskirchlicher Ebene einzubringen“, sagte Rust und bezog dabei auch die weiteren elf ehren- und nebenamtlich tätigen KSV-Mitglieder ein. Für sie alle bat er angesichts heftiger Herausforderungen um Fürbitte sowie um Anregungen aus den Gemeinden.

Die Gemeinde begrüßt und den Gottesdienst liturgisch mitgestaltet hatte Ortspfarrer Volkmar Kamp während Manuela Lowies, Horst Henrich und Thomas Tacke vom Kreissynodalvorstand das Fürbittengebet sprachen. Hubert Hübner begleitete die Gemeinde an der Orgel.

Dem Festgottesdienst schloss sich ein herzlicher Empfang  im Gemeindehaus an, der Raum zur persönlichen Begegnung mit Christine Schönheim und Alice Kahn gab.

 

Hintergrund

Der Kreissynodalvorstand (KSV) ist das Leitungsgremium des Kirchenkreises. Zu den theologischen Mitgliedern gehören neben dem Superintendenten der Assessor und der Skriba als seine Stellvertreter. Die sogenannten „Synodalältesten“ sind die vier nicht-theologischen Mitglieder. Deren Stellvertreter sowie die beiden Stellvertreter des Skriba vervollständigen den KSV. Die Amtszeit der Mitglieder beträgt regulär acht Jahre. Alle vier Jahre wählt die Synode die Hälfte der Mitglieder neu.

bkl

 

Von Superintendent Roland Rust (vorne) in ihre neuen Ämter als Synodalälteste und stellvertretende Synodalälteste im KSV eingeführt: Alice Kahn (2.Reihe,2.v.l.) und Christine Schönheim (1.Reihe,l.) mit allen, die ihnen im Gottesdienst ein Segenswort zusprachen.